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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-07-01 - 2019-06-30

Bäuerliche Hausgärten stellen mit ihrer Vielfalt an genutzten Pflanzenarten sowie dem damit verknüpften Erfahrungswissen der BewirtschafterInnen einen integralen Bestandteil der Kulturlandschaft des Bezirkes Lienz (Osttirol) dar. WissenschaftlerInnen und SchülerInnen des BG/BRG Lienz (mit ProfessorInnen für Biologie, Mathematik/Physik & Englisch) untersuchen in bäuerlichen Hausgärten u.a. das Pflanzenarteninventar und die Nutzung der Pflanzen. Diese Ergebnisse werden mit vor 20 Jahren durchgeführten Erhebungen in denselben Gärten verglichen und helfen Veränderungen der Gärten & ihrer Bewirtschaftung zu identifizieren. Um ein besseres Verständnis über die lokale Wahrnehmung der Bedeutung von Gärten zu erlangen, werden überdies die Wahrnehmung der BewirtschafterInnen & ihrer NachbarInnen über Ökosystemdienstleistungen der Gärten erfasst. Im Zuge des Projektes werden auch die Bewirtschaftungstechniken, die etwa zur Anpassung an Witterungsextreme oder zur Sicherstellung einer nachhaltigen Bewirtschaftung dienen, erforscht. Im Rahmen eines ergänzenden Citizen Science Modul wird die lokale Bevölkerung eingebunden, um zusätzlich Daten zu Ökosystemdienstleistungen in ihren Gärten zu erheben. SchülerInnen sind in den gesamten Forschungsablauf – mit Rücksicht auf Ihre Neigungen und Ressourcen – integriert. In Workshops werden sie auf ihre Mitarbeit vorbereitet und der Forschungsablauf, die Analysen und die Kommunikation der Ergebnisse mit ihnen reflektiert. Vertiefende vorwissenschaftliche Arbeiten erlauben besonders interessierten SchülerInnen beispielsweise das Monitoring von Vögeln, Insekten oder Bodenparametern in bäuerlichen Hausgärten. Ergänzend dazu bietet das Projekt im Rahmen der MINT-Fördermaßnahmen eine gendersensible Begleitung zur verstärkten Einbeziehung von Mädchen in den Forschungsprozess. Eine fachlich hochstehende quantitative Analyse der Ergebnisse wird durch die Einbindung des Projektes in das Fach Mathematik, eine fachlich korrekte Ausdrucksweise in englischer Sprache über die Einbindung in das Fach Englisch angestrebt. Die Kommunikation über den Forschungsprozess und seine Ergebnisse werden durch die Handykameras der SchülerInnen unterstützt: SchülerInnen lernen durch ExpertInnen den fachgerechten Umgang mit Video und Foto zu Dokumentationszwecken, ergänzt durch Inputs über kreative Schreibtechniken. Web-Seiten, Science Blogs und Science Slams werden über das Projekt informieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2017-08-31

Vor der Erfindung der synthetischen Farbstoffe wurden alle Farben auf Basis natürlicher Materialien hergestellt. Eine Möglichkeit lange haltbare, lichtechte Blautöne auf Textilien zu erzielen war die Färbung mit Indigo. In Europa war lange Zeit der Färberwaid (Isatis tinctoria L.) die einzige Indigoquelle. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Waid fast zur Gänze vom importierten tropischen Indigo verdrängt, Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert dann wiederum dieser vom synthetischen Indigo. Ziel des Projekts ist eine Abschätzung der Möglichkeiten wieder Naturindigo zu produzieren: im biologischen Landbau und regional, d.h. in Wien und Umgebung („Wiener Blau“). Die für unser Klima geeigneten Arten sind Färberwaid und Färberknöterich (Polygonum tinctorium Ait.). Als erster Schritt soll herausgefunden werden, welche Qualität im Vergleich zu handelsüblichem Naturindigo erzielt werden kann und welcher Optimierungsbedarf besteht. Als Qualitätskriterium wird der Gehalt an Indigotin im Indigoextrakt genommen. Da Indigo nur aus dem frischen Pflanzenmaterial extrahiert werden kann, ist es notwendig die Pflanzen selbst anzubauen. Es werden verschiedene in der Literatur beschriebene Extraktionsmethoden getestet. Die Bestimmung des Indigotingehaltes der eigenen Extraktproben im Vergleich zu Handelsproben erfolgt photometrisch.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-07-16 - 2021-06-30

Die iberische Halbinsel blickt auf eine lange Geschichte traditioneller Landnutzung zurück und damit einhergehend entwickelte die lokale Bevölkerung reihhaltiges Erfahrungswissen im Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ethnobotanische Forschung hat in den letzten Jahrzehnten dieses Wissen umfassend dokumentiert und neben traditioneller Landnutzungsformen und Hausgartenforschung bekamen insbesondere Wildpflanzensammlung und Wildpflanzenverwendungen und deren Akteure Aufmerksamkeit von Forschungsarbeiten. In den letzten Jahren zeigt sich auch zunehmend das Bemühen Ergebnisse dieser Forschung über Wildpflanzenarten mit der Ökologischen Landwirtschaft zu verbinden und nachhaltige Strategien für die Akquise von Wildpflanzen sowie Wertschöpfungsketten zu entwickeln. Dieses Projekt zielt darauf ab die Erfahrungen über Wildpflanzensammlung und –vermarktung zu systematisieren und Potentiale und Hindernisse für weitere Entwicklungen insbesondere in der Ökologischen Landwirtschaft zu untersuchen. Die Ergebnisse werden in Verhältnis zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern gesetzt um Besonderheiten und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Betreute Hochschulschriften