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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2023-08-31

EdiCitNet entwickelt “edible city solutions” für soziale Inklusion und fördert ihre Verbreitung in 13 Städten auf 4 Kontinenten. Das 5 jähre H2020 Projekt bringt verschiedenste Stakeholder aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung zusammen um nachhaltige Stadtentwicklung zu ermöglichen. Innerhalb des EdiCitNet – Netzwerks werden neue „essbare Lösungen“ in living labs entwickelt und in Front Runner Cities getestet. Anschließend werden diese Lösungen in verschiedene, andere Städte übertragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-15 - 2021-12-14

Für Jahrtausende – bis zur Erfindung des synthetischen Indigos – war Naturindigo der wichtigste Farbstoff um Textilien blau zu färben. Indigo wurde vor allem wegen der lange haltbaren Qualität seiner Färbungen geschätzt. Das ausgeklügelte Wissen zur Indigogewinnung und zum Färben mit Indigo wurde überall auf der Welt unter Verwendung lokal vorhandener Pflanzenarten entwickelt. Die Pflanzenarten stammen aus mindestens acht verschiedenen Pflanzenfamilien. Da Asien die höchste Vielfalt an Arten zur Indigogewinnung aufweist, konzentrieren wir unsere Forschung auf ausgewählte Gebiete in China, Indien, Indonesien und Laos. Die vorhandene wissenschaftliche Literatur bietet eine solide Basis um zu verstehen welche Arten historisch verwendet wurden und wie die Verarbeitungsschritte prinzipiell abgelaufen sind. Eine detaillierte Dokumentation der heutigen Nutzung von pflanzlichen Indigoquellen gibt es jedoch nicht. Das betrifft vor allem diejenigen Arten, die in der Vergangenheit keine weltweite Bekanntheit erlangten, aber auf lokaler Ebene in Asien sehr weit verbreitet waren. Wir wissen jedoch von ethnobotanischen Bestandslisten und eigener Feldforschung, dass diese Pflanzen in entlegenen Gebieten immer noch verwendet werden. Wir untersuchen folgenden Forschungsfragen: (1) welche zur Indigogewinnung geeignete Pflanzenarten werden heute verwendet, von wem und in welcher Form?; (2) welche Anbau-, Sammlungs-, Verarbeitungs- und Färbemethoden werden angewendet? und (3) welche Ähnlichkeiten und Unterschiede der angewandten Verarbeitungs- und Färbemethoden können durch die Messung prozeßrelevanter Parameter dokumentiert werden? Der zweite Schwerpunkt unserer Forschung ist die Qualität von Naturindigo. Qualitätsaspekte werden in ethnobotanischen Publikationen über die heutige Verwendung von Naturindigo nicht behandelt. In der Geschichte war Qualität jedoch ein Schlüsselfaktor in der Indigoproduktion. Die Qualität von Naturindigo gewinnt heute wieder an Bedeutung und wird für die zukünftige Produktion essentiell sein. Unsere Forschungsfragen zur Qualität von Naturindigo sind: (1) wie ist Qualität definiert und wie wird sie entlang der gesamten Herstellungskette gemessen und kategorisiert?; (2) wodurch kann Qualität beeinflusst werden?; und (3) welche Qualitäten von Naturindigo werden produziert? Aufbauend auf den gesammelten Daten sollen Hypothesen zu qualitätsbeeinflussenden Faktoren in der gesamten Herstellungskette aufgestellt werden. Unsere Forschung verwendet ein interdisziplinäres Methodenset: (1) Analyse von historischen Forschungsdokumenten aus der Kolonialzeit; (2) ethnobotanische Feldforschung; (3) Messungen von prozeßrelevanten Faktoren; sowie (4) Analyse von 100 Naturindigoproben auf ihren Gehalt an Indigotin und anderen, möglicherweise qualitätsrelevanten Komponenten. Die Naturindigo-Datenbank ist ebenfalls Resultat des Projektes und wird eine Basis für weiterführende Forschung darstellen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2020-09-30

Das Projekt stellt - im Sinne einer partizipativen Aktionsforschung - die wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation des Aufbaus eines ErhalterInnennetzwerkes für traditionelle Kulturarten des Alpenraums in der Gemeinde Assling sicher. In der Gemeinde Assling werden Maßnahmen gesetzt, um die Grünraumgestaltung der Gemeinde, sowie auch die gärtnerischen Aktivitäten der Gemeindebürger/-innen nachhaltiger zu gestalten. Im Kern der Aktivitäten steht der Aufbau eines Netzwerkes von Gärtnerinnen und Bäuerinnen in der Gemeinde Assling, die traditionelle Kulturarten, wie Mohn, Pferdebohne, Herbstrübe oder Kartoffeln anbauen, die lokalen Sorten erhalten und in der Gemeinde weitergeben. Da Saatgut und das damit verknüpfte lokale Erfahrungswissen sowohl materielles, wie auch immaterielles Kulturerbe – vergleichbar zu Büchern – darstellen, wird die Bücherei Assling eng in das Projekt eingebunden. In naher Zukunft soll es möglich sein in der Bücherei Assling nicht nur Bücher auszuborgen, sondern auch Saatgut der Asslinger ErhalterInnen. Wer erfolgreich angebaut und geerntet hat, gibt im Folgejahr einen Teil des geernteten Saatgutes wieder an die Bücherei zurück, und teilt sein Erfahrungswissen beim Büchercafé, an dem auch Gartenwissen diskutiert wird. Eingebettet ist das Netzwerk der Asslinger ErhalterInnen in eine Reihe von Bildungsmaßnahmen. Diese sollen das Verständnis über die Bedeutung der Saatguterhaltung stärken und die notwendigen technischen Fertigkeiten, die für eine erfolgreiche Saatguterhaltung unabdingbar sind, bereitstellen. Auch Methoden des biologischen Gartenbaus und einer nachhaltigen Grünraumgestaltung in der Gemeinde sind Themen, die die Gemeinde Assling in den kommenden zwei Jahren fördern wird. Es soll unter anderem die lokale Kompostierung in den Gärten verbessert, sowie die Ansaat von Wildkräutern intensiviert werden.

Betreute Hochschulschriften