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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2020-03-31

Sozial nachhaltige Integration von Menschen mit Behinderung in Arbeitsprozesse von Gartenbaubetrieben Die Ziele der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie des österreichischen Aktionsplans 2012 (für die Umsetzung einer integrativen Gesellschaft) sind die volle und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft. Dieses Projekt liefert wissenschaftliche Erkenntnisse, die zur Integration von Menschen mit Behinderung in der Arbeitsgesellschaft beitragen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, alle notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Sozialeinrichtungen für Menschen mit Behinderung und privaten Gartenbaubetrieben zur Verfügung zu stellen. Die Schaffung dieser Möglichkeit der Zusammenarbeit wird behinderten Menschen eine Teilnahme am allgemeinen Arbeitsleben bieten. Die Identifizierung geeigneter Arbeitsprozesse und Aufgaben für Menschen mit Behinderung erfordert die Erstellung von kulturbezogenen Tätigkeits- und Fähigkeitsprofilen zu Arbeitsprozessen, insbesondere Arbeitsvorgängen. Für das Ermitteln der erforderlichen Fähigkeiten von Gartenbaukulturen für die zu erledigenden Arbeitsvor- und –teilvorgänge im Gartenbau sind diese auf bis zu sechs repräsentativen österreichischen Gartenbaubetrieben zu erfassen. Als Methode zur Klassifikation dieser Tätigkeiten wird die REFA-Methode für Arbeitszeitstudien verwendet. Für das Erstellen der Fähigkeitsprofile von Menschen mit Behinderung in Tagesstätten sind die Fähigkeiten von bis zu 50 Personen zu erheben. Diesen Fähigkeitsprofilen sind die Tätigkeiten kategorisch zuzuordnen. Zum Erstellen der Fähigkeitsprofile wird die bewährte IMBA-Methode (Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt) angewandt. Zur nachhaltigen Etablierung der überbetrieblichen Zusammenarbeit sind Gartenbaubetriebe und Sozialeinrichtungen zu Interessen, Bedürfnisse und Erwartungen zu interviewen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse ist es möglich, Empfehlungen für eine sozial nachhaltige überbetriebliche Kooperation zu geben, die auch vernetzend zwischen Stadt und Land wirkt und die ländliche Entwicklung stärkt. Gemäß den erfragten Ergebnissen, insbesondere identifizierten Anforderungen, ist ein Schulungskonzept für Menschen mit Behinderung, BetreuerInnen, LeiterInnen (Sozialeinrichtungen, Gartenbaubetriebe) und Vortragende der LFIs zu entwickeln, zu testen und zu optimieren, um ein hohes Maß an Arbeitsqualität und Arbeitszufriedenheit für beide Partner zu gewährleisten. Der Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse erfolgt durch die Produktion und Verteilung von Schulungs- und Beratungsmaterialien (für Blended Learning), einer Informationsbroschüre mit einem Best-Practice-Beispiel zur Implementierung in einem Gartenbaubetrieb.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2017-08-31

Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze werden gegenwärtig als wesentlicher Beitrag zur Vermeidung von Muskel-Skelett-Erkrankungen und zum altern- und gendergerechten Arbeiten gesehen. Für einen Nutzen der Vorteile der Ergonomie im Sinne der Ökonomie und Humanisierung werden von Betrieben sowie Haushalten ergonomische Informationen, die sich aus neuen Forschungsergebnissen und neuen Erfahrungswissen generieren, benötigt. Es besteht jedoch eine erhebliche Wissenstransferverzögerung zwischen den Quellen der ergonomischen Wissensproduktion und der Implementierung dieser neuen Erkenntnisse, da ein erhebliches Defizit an Multiplikatoren in Lehre und Praxis vorliegt. Besonders wichtig wird es daher sein, alle am Wissenstransfer beteiligten Einrichtungen zu eruieren und anzuleiten, vernetzt zu agieren und dabei vor allem ihre Stärken zu nutzen und ihre Schwächen zu kompensieren. Um prospektive Ergonomie national nachhaltig intensiver in der Volkswirtschaft zu verankern, bedarf es im ersten Schritt einer Bündelung und Intensivierung der universitären Aus- und Weiterbildung zur Ergonomie in Österreich. Ziel der Projektstudie ist es daher aufzuzeigen, welche Institutionen, Universitäten und Fachhochschulen, in Österreich, universitäre Lehrinhalte in welcher Qualität und Quantität zur Ergonomie offerieren. Es werden als Teilziele eine Auflistung der Universitäten und Fachhochschulen, die ergonomische Lehrinhalte anbieten, eine deskriptive Beschreibung von den vorhandenen Lehrinhalten sowie eine Kategorisierung sowie ein Clustern der Lehrinhalte nach lehrgangsrelevanten Parametern verfolgt. Die Auswahl der Institutionen wird gemäß dem aktuellen Wissensstand im Internet sowie Informationen, die sich durch zusätzliche Korrespondenz ergeben, vorgenommen. Relevante Internetinformationen der Lehre zur Ergonomie von etwa 30 Anbietern werden erfasst. Die Daten werden im Tabellenkalkulationsprogramm sowie im SAS deskriptiv und analytisch ausgewertet und beschrieben. Die aussagekräftigsten Ergebnisse zu den lehrenden österreichischen Institutionen und deren ergonomischen Lehrinhalten und -methoden werden zusätzlich tabellarisch und grafisch dargestellt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-03-01 - 2018-02-28

Die Schweinehaltung prägen extreme ökonomische Herausforderungen und volkswirtschaftliche Veränderungen, die das betriebliche Wachstum sowie Betriebszweigaufgaben, vor allem auf kleinstrukturierten Betrieben, beschleunigen. Die Arbeitserledigungskosten zählen neben den Investitionskosten zu den größten Kostenpositionen der Produktionskosten. Aus diesem Grund ist es für Schweinehalter sehr wichtig, die verfügbare Arbeitszeit so effizient wie möglich zu nutzen. Die Realisation kann durch das Bereitstellen von arbeitswirtschaftlichen Kalkulationsunterlagen der Praxis forciert werden. Ziel der Projektstudie ist es, die aktuellen Gruppenhaltungsverfahren des Wartebereiches, Groß- und Kleingruppenhaltung, arbeitswirtschaftlich zu untersuchen und Arbeitszeitdaten für Planungszwecke, denen effiziente Arbeitsablaufmodelle zugrunde liegen, zu generieren. Es werden 4 repräsentative Betriebe zur Datenerfassung ausgewählt, je zwei mit Großgruppenhaltung und zwei mit Kleingruppenhaltung. Die betriebsspezifischen Daten werden mit einem Fragebogen (final) erfragt. Die Tätigkeiten sowie Arbeitsabläufe werden videobasiert aufgezeichnet und die Einflussgröße messtechnisch erfasst. Identifizierte fehlende Arbeitszeitdaten nach Arbeitselementen, deren Einflussgrößen und Häufigkeiten werden mit einem elektronischen Zeitmessgerät erhoben. Die erfassten Daten werden deskriptiv und analytisch ausgewertet und validiert. Über das Erstellen der Ablaufmodelle und das Verknüpfen der Planzeiten von Arbeitselementen mit deren Häufigkeiten und Einflussgrößen und Aggregation dieser werden der Arbeitszeitbedarf nach Tätigkeiten und Verfahren vergleichend dargestellt und validiert.

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