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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2021-03-31

Die Integration von zwei oder mehr Tierarten innerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebs mit Ackerbau oder agroforstlicher Nutzung weist potenziell viele Vorteile auf, z.B. eine effizientere Weidenutzung oder verbessertes Parasitenmanagement. Ökologisch wirtschaftende Betriebe mit mehreren Tierarten tendieren jedoch zur Spezialisierung oder die verschiedenen Betriebsbereiche sind nur begrenzt integriert. Diese limitierte Integration reduziert möglicherweise die Vorteile von Öko-Betrieben mit mehreren Tierarten. Das Hauptziel von MIX-ENABLE ist die Gewinnung von neuen Erkenntnissen zum Management von Öko-Betrieben mit mehreren Tierarten in Europa im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen und ökonomischen Veränderungen. Im Einzelnen hat das Projekt daher zum Ziel, (i) Öko-Betriebe mit mehreren Tierarten in verschiedenen europäischen Ländern zu charakterisieren, insbesondere im Hinblick auf den Grad der Integration zwischen den Betriebsbereichen, (ii) die Nachhaltigkeit dieser Betriebe und deren Anpassungsfähigkeit an unerwünschte Ereignisse zu untersuchen, (iii) die Leistungen mit jenen von spezialisierten Betrieben zu vergleichen, (iv) die Erkenntnisse zu Öko-Betrieben mit mehreren Tierarten in Modelle einfließen zu lassen, die die Reaktion auf klimatische und ökonomische Veränderungen simulieren, (v) Versuche auf Betriebsebene durchzuführen, die Erkenntnisse über Öko-Betriebe mit mehreren Tierarten erwarten lassen und als Input für die Modelle genutzt werden können und (vi) gemeinsam mit Landwirt*innen nachhaltige und robuste Produktionssysteme der ökologischen Tierhaltung mit mehreren Tierarten zu entwickeln.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-05-01 - 2021-04-30

POWER befasst sich mit einer Reihe transnationaler Herausforderungen der Bioschweinehaltung. Diese betreffen Ferkelsterblichkeit, Darmwegserkrankungen und Nährstoffverluste in Ausläufen. Dieses Projekt befasst sich insbesondere mit jungen Schweinen (Saug- und Aufzuchtferkel, Mastschweine) und hat zum Ziel, die Resilienz auf Ebene des Tieres sowie des Produktionssystems zu verbessern. Dies wird zur Entwicklung einer Vielfalt ökologisch und ökonomisch wettbewerbsfähiger Bioschweinesysteme in Europa beitragen. POWER bringt wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse in 3 Fokusgebieten: 1) Design und Management von Haltungssystemen für Mastschweine, die eine stimulierende (natürliche) Umwelt schaffen und gleichzeitig das Risiko von Emissionen im Auslauf reduzieren. 2) Design von Abferkelbuchten und Genetik, um Ferkelsterblichkeit zu verringern 3) Managementstrategien, um Wohlergehen und Produktivität nach dem Absetzen in Hinsicht auf Darmgesundheit zu verbessern. Der Fokus auf die Übergangsphase beim Absetzen, wo Ferkel besonders gefährdet sind, soll dazu beitragen, Stress zu reduzieren und Gesundheit und Wohlergehen zu verbessern und dadurch die Notwendigkeit verringern, Antibiotika einzusetzen. Das Projekt umfasst Partner in 8 Ländern mit einem umfassenden Netzwerk im Biobereich, wodurch insbesondere Aktivitäten unterstützt werden, die durch Interessensvertreter initiiert werden. „Best practise” Beispiele verschiedenster Kombinationen von Stallhaltung und Weide hinsichtlich Tierwohl, Futterverwertung und Umweltwirkung werden identifiziert. Abschließend wird eine Gesamtbewertung der ökonomischen Effektivität und Umweltwirkung der untersuchten Innovationen durchgeführt. Praktische Leitlinien zu Kosten- und Öko-Effizienz werden in an LandwirtInnen gerichtete Videotutorials und Handbücher in mehreren europäischen Sprachen erstellt. Durch Forschung zu Tierwohl, Ökologie und Ökonomie und durch “Best practise” Beispiele” wird POWER dazu beitragen, einige der relevanten Hindernisse der derzeitigen europäischen Bioschweineproduktion zu verringern, wovon gleichzeitig der gesamte Schweinesektor profitiert.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2021-03-31

Die Aufzuchtsysteme von Jungvieh in der Milchrinderhaltung hat großes Potenzial hinsichtlich der Verbesserung von Tierhaltung und Tierwohl, Fütterung sowie Krankheitsvorbeugung. Im Rahmen dieses Projektes werden verschiedene Ansätze verfolgt: Erhebungen der Haltungsformen mit Kuh-Kalb Kontakt in verschiedenen Europäischen Ländern wird Informationen zu Vorkommen, Diversität und Erfolg dieser Systeme liefern. Ebenso können Rückschlüsse auf Einschränkungen bzw. unterstützende Maßnahmen durch nationale Standards gezogen werden. Modellrechnungen werden den Einfluss auf Deckungsbeiträge zeigen. Mit Hilfe von Versuchen auf Betrieben ausgewählten Systemen wird der Einfluss auf Tierwohl, Produktion, ökonomische und arbeitsrelevante Parameter untersucht. Kälbermast mit Ammenkuhhaltung wird mit konventionellen Mastsystemen verglichen. Weiters werden der Einfluss einer erhöhten Milchmenge in der konventionellen Kälberaufzucht, sowie der potenzielle Einfluss des Kuh-Kalb-Kontakts bzw. von ausgewählten Futterzusatzstoffen auf den Immunglobulin-Gehalt der Kolostralmilch untersucht. Mögliche Langzeiteffekte verschiedener Aufzuchtmethoden hinsichtlich Fütterung (Silage vs. Silage-frei) bzw. Weide (extensiv vs. instensiv) werden ebenfalls beleuchtet. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt betrifft bioaktive Pflanzenverbindungen und deren Effekte auf Proteinverwertung, Immunantwort der Tiere sowie Produktqualität. Empfehlungen hinsichtlich tiergerechter und effizienter Aufzucht- und Kälbermastmethoden sollen als Ergebnis des Projektes zur Verfügung gestellt werden. Dadurch soll der Einsatz von Antibiotika und Anthelminthika vermindert werden.

Betreute Hochschulschriften