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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-10-01 - 2017-09-30

Im Rahmen des von der Firma Berger initiierten Tierwohl-Projekts soll Tierwohl in niederösterreichischen Schweinemastbetrieben verbessert werden. Dazu werden bis zu 30 Betriebe jeweils zwei-dreimal besucht, um basierend auf Erhebungen am Betrieb betriebsspezifische Verbesserungsstrategien hinsichtlich Tiergesundheit und –wohlergehen festzulegen, umzusetzen und der Erfolg dieser anhand objektiver Indikatoren am Tier zu evaluieren. Im Fokus steht hierbei die Erstellung eines „Betriebsentwicklungsplanes“, welcher die Ist-Situation des Betriebes im Vergleich zu anderen Betrieben in Form von ‚Benchmarking‘ darstellt. Davon werden gemeinsam mit den Bauern und Bäuerinnen Verbesserungsstrategien abgeleitet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-09-01 - 2017-08-31

Polysaccharid-Speicher-Myopathie (PSSM) ist ein muskulärer Defekt beim Pferd, der sich u.a. im Kreuzschlag äußern kann. Eine Mutation des Gens GYS1 ist hier involviert, jedoch zeigen auch Tiere ohne diese Mutation PSSM-Symptome. Im Projekt werden Frequenzen der GYS1-Mutation beim Noriker und Haflinger ermittelt und der genetische Hintergrund mit Hilfe von Sequenzierung und Hochdurchsatz-Marker-Genotypisierung untersucht. Im vorliegenden Projekt wird mit Hilfe von Elektromyogrammen (EMG) nicht invasiv die Muskelaktivität einer großen Zahl von Trägern und Nicht-Trägern der mutierten Variante GYS1 Gens in Ruhe, Schritt und Trab erhoben und es wird untersucht, ob das EMG-Signal als Biomarker für PSSM-Anfälligkeit dienen kann. Besondere Berücksichtigung finden Tiere, welche bereits PSSM-Symptome zeigten, unabhängig vom GYS1-Genotyp. Für die Zuchtplanung wird die genetische Struktur der Noriker- und Haflinger-Populationen mit genomischen Markern untersucht und die Inzucht-Situation geklärt. Das kann mit dichten genomischen Markern besser gemacht werden als mit Pedigree-Information. Familien-Strukturen und die durch Farbschläge induzierten Strukturen werden im Detail untersucht, um festzustellen, wie kritisch eine radikale Zuchtstrategie des Ausschlusses von Trägern der GYS1-Mutation aus der Zucht ist. Für die Rasse Noriker existiert eine Routine-Zuchtwertschätzung für Exterieur- und Charakter-Merkmale. Hier werden Unterschiede zwischen Trägern und Nicht-Trägern untersucht, um den Einfluss von GYS1-Träger Vermeidungsstrategien auf den Zuchtfortschritt in diesen Merkmale zu ermitteln. Im Rahmen eines großen Seminars mit Zuchtverantwortlichen wird die weitere Vorgangsweise mit den Zuchtorganisationen diskutiert und von diesen beschlossen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-02-01 - 2017-01-31

Die genetische Diagnostik ist mittlerweile ein elementarer Bestandteil in der modernen Hundezucht. Speziell die Diagnostik von genetischen Erkrankungen ist die Basis einer gesunden und erfolgreichen Zucht. Ein Bereich, dem bis dato noch sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, betrifft die genetische Diversität. Diese stellt die Grundlage für die Anpassungsfähigkeit und den evolutionären Erfolg von Lebewesen dar. Aufgrund der Inzucht-Problematik ist sie bei Rassetieren mittlerweile sehr stark eingeschränkt, was als unangenehmen Nebeneffekt einen Anstieg von genetischen Erkrankungen zur Folge hat. Mittels großflächiger Genom-Scans basierend auf SNP –Arrays (singel nucleotide polymorphism) soll die Ermittlung der genetischen Diversität zukünftig möglich sein. Entscheidungen über Verpaarungen von Zuchttieren werden u.a. basierend auf Inzuchtkoeffizienten (IK) getroffen . Derzeit erfolgt die Berechnung des Inzuchtkoeffizienten von Zuchttieren rein mathematisch, basierend auf den Ahnentafeln der Tier, deren Korrektheit leider oft zweifelhaft ist. Es soll zukünftig eine Berechnung des IK basierend auf den tatsächlichen genetischen Informationen aus den Array-Daten ermöglicht werden. Der sogenannte „genomische Inzuchtkoeffizient“ spiegelt die Realität wieder und bezieht sich auf grundlegende genetische Daten eines Hundes. Des Weiteren werden die Daten für genetische Anpaarungsempfehlungen herangezogen. Stehen mehrere Deckrüden für eine Hündin zur Auswahl, kann jener Rüde bevorzugt werden, der mit der Hündin Nachkommen mit maximaler genetischer Diversität „produziert“. Liegen Vergleichsdaten mehrere Hunde einer Rasse vor, lässt sich zusätzlich die genetische Diversität von einzelnen Individuen im Vergleich zur Gesamtpopulation ermitteln. Dadurch können Aussagen über die Verteilung des Genpools in einer Population getroffen werden.

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