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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2020-08-31

Ziel des Projektes ist es, Tiergesundheit und Tierwohl auf Schweinemastbetrieben zu ver-bessern. Idealerweise kann dadurch auch der Einsatz von Arzneimitteln reduziert werden. Dazu werden: • die vorhandenen Gesundheitsdaten (SFU -Daten und Behandlungsdaten) vernetzt und in ausgewerteter Form dem Landwirt sowie dessen Betreuungstierarzt als Hilfs-mittel zur Beratung angeboten; ein Befundkatalog unterstützt den Landwirt bei der Interpretation der SFU- Daten • „Werkzeuge“ (z.B. in Form von Checklisten, Webanwendungen oder Apps) entwickelt, die dem Landwirt und dem Tierarzt dabei helfen sollen, Risikofaktoren und Schwachstellen des Betriebes in Hinblick auf die festgestellten Gesundheitsprobleme zu evaluieren, zu dokumentieren und Verbesserungsmaßnahmen zur Behebung der Erkrankungen vorzuschlagen. • die Praktikabilität und die Effektivität der entwickelten Werkzeuge und Eignung der Daten (z.B. SFU Daten) für die Beratung anhand von Betriebsbesuchen überprüft. • Überprüfung der SFU-Daten auf ihre Eignung zur Beratung. Der Projektablauf gliedert sich in: • Entwicklungsphase: Programmierung der Schnittstelle und der Möglichkeit zur Da-tenauswertungen (SFU und Arzneimittel). Erstellung der Werkzeuge und des Befundkatalogs. • Implementierungsphase: Beurteilung des Istzusandes und anschließende Umsetzung von Maßnahmen auf Pilotbetrieben (4 Mastbetriebe) und auf den Umsetzungsbetrieben (30 Mastbetriebe). • Evaluierungsphase: Auswertung und Überprüfung der Effektivität der entwickelten Werkzeuge; Veröffentlichung der Projektergebnisse.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-01 - 2019-09-30

Agrarbiodiversität und das damit verknüpfte Erfahrungswissen sind nicht nur für die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für die Erhaltung der Ökosystemleistungen unerlässlich. Agrarbiodiversität ist seit Jahrtausenden u.a. von Bäuerinnen und Bauern, GärtnerInnen, aber auch SammlerInnen oder JägerInnnen geprägt und ist nach wie vor ein Schlüsselelement u.a. in der Subsistenzstrategie von KleinbäuerInnen weltweit. Agrarbiodiversität und damit verknüpftes Erfahrungswissen sind aufgrund einer Vielzahl an Faktoren (u.a. Industrialisierung der Landwirtschaft) gefährdet, u.a. auch wegen der unzureichenden Berücksichtigung dieser Faktoren sowie von potentiellen Fördermaßnahmen in politischen sowie gesetzlichen Rahmenwerken. Die Rolle der Agrarbiodiversität in den MaB-Schutzgebieten ist von vielen Managementplänen für diese Schutzgebiete wenig berücksichtigt. Die Studie zielt darauf ab, die Rolle der Agrarbiodiversität, Möglichkeiten ihrer Erhaltung und mit der Agrarbiodiversität verknüpftes Erfahrungswissen von Kleinbauern und -bäuerinnen im Biosphärenpark Oxapampa Ashaninka Yanesha in Peru besser zu verstehen und aufzuwerten. Unser Entwicklungsziel ist es, einen Beitrag zur Erhaltung der Agrobiodiversität zu leisten, sodass die Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinden verbessert und Ökosystem Funktionen im Biosphärenpark Oxapampa Asheninka Yanesha erhalten werden können. Die Studie basiert auf der Metaanalyse der verfügbaren Daten, die in der Forschungsregion noch kaum bekannt bzw. genutzt werden, sowie auf einer lokalen partizipativen Bewertung dieser Daten im Rahmen von Stakeholder-Workshops und Fokus-Gruppen. Die Projektergebnisse könnten Strategien und Optionen bereitstellen, um in Schutzgebieten sowohl in Peru als auch in anderen Regionen Agrarbiodiversität und damit verknüpftes Erfahrungswissen besser zu berücksichtigen. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur langfristigen Nachhaltigkeit geschützter (Agrar)Ökosysteme zu leisten. Das Bewusstsein für den Wert von Agrarbiodivesität, inkl. lokaler Sorten und Kulturarten, wild gesammelter Arten oder der Kulturlandschaft, des hiermit zusammenhängenden Erfahrungswissens, aber auch der hierüber global verfügbare wissenschaftlichen Erkenntnisse, soll in der Forschungsregion und im Management von Biosphärenparks besser genutzt werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-01 - 2020-03-31

Sozial nachhaltige Integration von Menschen mit Behinderung in Arbeitsprozesse von Gartenbaubetrieben Die Ziele der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie des österreichischen Aktionsplans 2012 (für die Umsetzung einer integrativen Gesellschaft) sind die volle und wirksame Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft. Dieses Projekt liefert wissenschaftliche Erkenntnisse, die zur Integration von Menschen mit Behinderung in der Arbeitsgesellschaft beitragen. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, alle notwendigen Informationen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Sozialeinrichtungen für Menschen mit Behinderung und privaten Gartenbaubetrieben zur Verfügung zu stellen. Die Schaffung dieser Möglichkeit der Zusammenarbeit wird behinderten Menschen eine Teilnahme am allgemeinen Arbeitsleben bieten. Die Identifizierung geeigneter Arbeitsprozesse und Aufgaben für Menschen mit Behinderung erfordert die Erstellung von kulturbezogenen Tätigkeits- und Fähigkeitsprofilen zu Arbeitsprozessen, insbesondere Arbeitsvorgängen. Für das Ermitteln der erforderlichen Fähigkeiten von Gartenbaukulturen für die zu erledigenden Arbeitsvor- und –teilvorgänge im Gartenbau sind diese auf bis zu sechs repräsentativen österreichischen Gartenbaubetrieben zu erfassen. Als Methode zur Klassifikation dieser Tätigkeiten wird die REFA-Methode für Arbeitszeitstudien verwendet. Für das Erstellen der Fähigkeitsprofile von Menschen mit Behinderung in Tagesstätten sind die Fähigkeiten von bis zu 50 Personen zu erheben. Diesen Fähigkeitsprofilen sind die Tätigkeiten kategorisch zuzuordnen. Zum Erstellen der Fähigkeitsprofile wird die bewährte IMBA-Methode (Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt) angewandt. Zur nachhaltigen Etablierung der überbetrieblichen Zusammenarbeit sind Gartenbaubetriebe und Sozialeinrichtungen zu Interessen, Bedürfnisse und Erwartungen zu interviewen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse ist es möglich, Empfehlungen für eine sozial nachhaltige überbetriebliche Kooperation zu geben, die auch vernetzend zwischen Stadt und Land wirkt und die ländliche Entwicklung stärkt. Gemäß den erfragten Ergebnissen, insbesondere identifizierten Anforderungen, ist ein Schulungskonzept für Menschen mit Behinderung, BetreuerInnen, LeiterInnen (Sozialeinrichtungen, Gartenbaubetriebe) und Vortragende der LFIs zu entwickeln, zu testen und zu optimieren, um ein hohes Maß an Arbeitsqualität und Arbeitszufriedenheit für beide Partner zu gewährleisten. Der Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse erfolgt durch die Produktion und Verteilung von Schulungs- und Beratungsmaterialien (für Blended Learning), einer Informationsbroschüre mit einem Best-Practice-Beispiel zur Implementierung in einem Gartenbaubetrieb.

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