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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-04-01 - 2020-09-30

Das Projekt stellt - im Sinne einer partizipativen Aktionsforschung - die wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation des Aufbaus eines ErhalterInnennetzwerkes für traditionelle Kulturarten des Alpenraums in der Gemeinde Assling sicher. In der Gemeinde Assling werden Maßnahmen gesetzt, um die Grünraumgestaltung der Gemeinde, sowie auch die gärtnerischen Aktivitäten der Gemeindebürger/-innen nachhaltiger zu gestalten. Im Kern der Aktivitäten steht der Aufbau eines Netzwerkes von Gärtnerinnen und Bäuerinnen in der Gemeinde Assling, die traditionelle Kulturarten, wie Mohn, Pferdebohne, Herbstrübe oder Kartoffeln anbauen, die lokalen Sorten erhalten und in der Gemeinde weitergeben. Da Saatgut und das damit verknüpfte lokale Erfahrungswissen sowohl materielles, wie auch immaterielles Kulturerbe – vergleichbar zu Büchern – darstellen, wird die Bücherei Assling eng in das Projekt eingebunden. In naher Zukunft soll es möglich sein in der Bücherei Assling nicht nur Bücher auszuborgen, sondern auch Saatgut der Asslinger ErhalterInnen. Wer erfolgreich angebaut und geerntet hat, gibt im Folgejahr einen Teil des geernteten Saatgutes wieder an die Bücherei zurück, und teilt sein Erfahrungswissen beim Büchercafé, an dem auch Gartenwissen diskutiert wird. Eingebettet ist das Netzwerk der Asslinger ErhalterInnen in eine Reihe von Bildungsmaßnahmen. Diese sollen das Verständnis über die Bedeutung der Saatguterhaltung stärken und die notwendigen technischen Fertigkeiten, die für eine erfolgreiche Saatguterhaltung unabdingbar sind, bereitstellen. Auch Methoden des biologischen Gartenbaus und einer nachhaltigen Grünraumgestaltung in der Gemeinde sind Themen, die die Gemeinde Assling in den kommenden zwei Jahren fördern wird. Es soll unter anderem die lokale Kompostierung in den Gärten verbessert, sowie die Ansaat von Wildkräutern intensiviert werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-01-01 - 2021-07-31

Was wir essen hat erhebliche Auswirkungen auf unsere ökologische und soziale Umwelt. Das Einkommen unserer BäuerInnen, die Vielfalt in unserer Kulturlandschaft, die Auswirkungen des Klimawandels und noch vieles mehr sind aufs engste damit verknüpft, was täglich auf unseren Tellern landet. Deswegen widmet sich das Projekt “The Future of Urban Food“ der Fragestellung, wie Wienerinnen und Wiener über ihre Ernährung ihre Umwelt beeinflussen. Wir analysieren ausgewählte ökologische, ökonomische und soziale Konsequenzen dreier Änderungen im Ernährungsverhalten: Eine rapide Verringerung des Fleischkonsums, eine starke Erhöhung des Anteils biologischer Produkte sowie eine vermehrte Entscheidung für regionale Lebensmittel. Wir erheben die soziale Akzeptanz dieser Ernährungsweisen in der Wiener Bevölkerung und kombinieren bio-physikalische und agroökonomische Modelle um Veränderungen in kritischen Faktoren, wie z.B. CO2 Emission oder landwirtschaftliche Erzeugerpreise zu berechnen. Zusätzlich werden vergangene Entwicklungen des Wiener Lebensmittelsystems und seine momentane Situation genau analysiert, um ein wirklich umfassendes Verständnis über die Lage zu bekommen. „The Future of Urban Food“ geht aber noch einen Schritt weiter: Die errechneten und erhobenen Daten werden benutzt, um einen transdisziplinären Forschungsprozess zu starten, in dem WissenschaftlerInnen gemeinsam mit Wiener Stakeholdern konkrete Zukunftsszenarien entwerfen, wie unsere Ernährung im Jahr 2048 ausschauen kann.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-01 - 2019-09-30

Agrarbiodiversität und das damit verknüpfte Erfahrungswissen sind nicht nur für die Ernährungssicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch für die Erhaltung der Ökosystemleistungen unerlässlich. Agrarbiodiversität ist seit Jahrtausenden u.a. von Bäuerinnen und Bauern, GärtnerInnen, aber auch SammlerInnen oder JägerInnnen geprägt und ist nach wie vor ein Schlüsselelement u.a. in der Subsistenzstrategie von KleinbäuerInnen weltweit. Agrarbiodiversität und damit verknüpftes Erfahrungswissen sind aufgrund einer Vielzahl an Faktoren (u.a. Industrialisierung der Landwirtschaft) gefährdet, u.a. auch wegen der unzureichenden Berücksichtigung dieser Faktoren sowie von potentiellen Fördermaßnahmen in politischen sowie gesetzlichen Rahmenwerken. Die Rolle der Agrarbiodiversität in den MaB-Schutzgebieten ist von vielen Managementplänen für diese Schutzgebiete wenig berücksichtigt. Die Studie zielt darauf ab, die Rolle der Agrarbiodiversität, Möglichkeiten ihrer Erhaltung und mit der Agrarbiodiversität verknüpftes Erfahrungswissen von Kleinbauern und -bäuerinnen im Biosphärenpark Oxapampa Ashaninka Yanesha in Peru besser zu verstehen und aufzuwerten. Unser Entwicklungsziel ist es, einen Beitrag zur Erhaltung der Agrobiodiversität zu leisten, sodass die Lebensbedingungen der ländlichen Gemeinden verbessert und Ökosystem Funktionen im Biosphärenpark Oxapampa Asheninka Yanesha erhalten werden können. Die Studie basiert auf der Metaanalyse der verfügbaren Daten, die in der Forschungsregion noch kaum bekannt bzw. genutzt werden, sowie auf einer lokalen partizipativen Bewertung dieser Daten im Rahmen von Stakeholder-Workshops und Fokus-Gruppen. Die Projektergebnisse könnten Strategien und Optionen bereitstellen, um in Schutzgebieten sowohl in Peru als auch in anderen Regionen Agrarbiodiversität und damit verknüpftes Erfahrungswissen besser zu berücksichtigen. Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur langfristigen Nachhaltigkeit geschützter (Agrar)Ökosysteme zu leisten. Das Bewusstsein für den Wert von Agrarbiodivesität, inkl. lokaler Sorten und Kulturarten, wild gesammelter Arten oder der Kulturlandschaft, des hiermit zusammenhängenden Erfahrungswissens, aber auch der hierüber global verfügbare wissenschaftlichen Erkenntnisse, soll in der Forschungsregion und im Management von Biosphärenparks besser genutzt werden.

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